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Sportmedizin

Impingement Syndrom – Schulterschmerzen   

Schmerzen im Schulter-Bereich werden oft durch das Impingement-Syndrom verursacht. Hier ist nicht das Schultergelenk erkrankt, sondern Sehnen, der Schleimbeutel und Knochenanteile im subacromialen Raum. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung wird auch das Schultergelenk beeinträchtigt, so dass die Beweglichkeit des Gelenkes deutlich eingeschränkt ist.

Der subacromiale Raum?

Zwischen dem Acromion (knöchernes Schulterdach) und dem Oberarmkopf verlaufen in einem knöchernen Muskel-Sehnen-Kanal die wichtigsten Sehnen der Schulter – die Rotatorenmanschette. Sie ist für die Stabilisierung und die Beweglichkeit der Schulter zuständig. Dieser Bereich wird auch subacromialer Raum genannt. Zwischen Schulterdach und Rotatorenmanschette befindet sich außerdem ein Schleimbeutel – der Bursa subacromialis. Schulterschmerzen Schulteraufbau
Aufbau der Schulter

 Das Impingement Syndrom der Schulter

Durch eine knöcherne Enge im subacromialen Raum entsteht das Impingement Syndrom (Engpass Syndrom). Sie wird durch einen Knochensporn am Schulterdach oder am Schultereckgelenk hervorgerufen. Verengungen dieser Art verursachen die Verklemmung der Rotatorenmanschette, was zu einer schmerzhaften Entzündung des Schleimbeutel und der Sehne führt.

Symptome des Impingement Syndroms

Stechende Schmerzen der Schulter in der Nacht und häufige Muskelschwäche sind Anzeichen für das Impingement Syndrom. Patienten fühlen sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, so dass der erkrankte Arm nicht hinter den Rücken oder über den Kopf bewegt werden kann.

Bei Erkrankung über einen längeren Zeitraum kann auch die Muskel- oder Sehnenplatte des Oberarmkopfes reißen (Rotatorenmanschettenriss). In einigen Fällen liegt neben dem Impingement Syndrom auch eine Kalkeinlagerung in der Rotatorenmanschette (Kalkschulter) oder ein Gelenkverschleiß des Schultereckgelenkes vor.

Diagnose und Differentialdiagnose

Das Impingement-Syndrom können wie auch andere Schultererkrankungen in  der Regel in Folge einer umfangreichen orthopädischen Untersuchung diagnostiziert werden. Dazu werden Untersuchungsverfahren wie MRT, Sonographie und spezielle Röntgenaufnahme (z.B. A-P, Outletview) genutzt. 

Durch das Abspreizen des Arms im Winkel von 60 bis 120° Painful Arc Symptom (schmerzhafter  Bogen) entstehen besonders starke Schmerzen. Dieser Test stellt ein eindeutiges Indiz für das Impingement Syndrom dar. Weitere spezielle Test spezifizieren die Erkrankung. Schulter schmerzhafter Bogen

Schulter schmerzhafter Bogen

Differentialdiagnostik

Vom Orthopäden ist zu ermitteln ob der Schmerz in der Schulter von einem eingeklemmten Nerv oder einer eingeengten Nervenwurzel in der Halswirbelsäule, durch Bandscheibenvorfall, Blockierung oder Spinalkanalstenose entsteht.

Ausschließen der Halswirbelsäule:

Ist nach Injektion eines Lokal-Anästhetikums in den subacromialen Raum verschwinden im Fall des Impingement Syndroms die Schmerzen. Falls nicht, kann die Halswirbelsäule Auslöser sein.

Behandlung des Impingement Syndrom der Schulter 
Für eine erfolgereiche Behandlung ist es wichtig, die Diagnose recht bald nach Auftreten der Schmerzen zu stellen, damit weitere Funktionseinschränkungen der Schulter und Folgeschäden an der Sehne verhindert werden können.

Konservative Therapie :

Entzündungshemmende Medikamente wie zum Beispiel Ibuprofen können in erster Instanz verabreicht werden. Kortisoninjektionen verringern die Entzündung und die Schwellung. Auch Eispackungen und Schonung der Schulter beruhigen das gereizte Gewebe. Die Schmerzen lassen dadurch nach und die Funktion der Schulter wird wieder hergestellt.

Krankengymnastik und physikalische Therapie: Akupunktur, Kinesiologie Tapes oder homöopathische Maßnahmen bieten weitere sinnvolle therapeutische Ansätze.

Operative Therapie:

Wenn konservative Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Besserung des Zustands führen, wird eine operative Behandlung angestrebt.

Heute stehen minimalinvasive arthroskopische Operationsmethoden zur Verfügung (auch „Schlüsselloch-Technik“ oder Gelenkspiegelung). Hier wird über 0,5 cm kleine Hautschnitte eine Kamera und Spezialinstrumente in das Gelenk eingeführt. Mit diesem verfahren wird der Raum unter dem Schulterdach wieder erweitert.

Bei der Arthroskopie werden zuerst die Strukturen im Inneren des Schultergelenkes angeschaut. Dadurch kann der Zustand der Gelenkinnenhaut, die Qualität des Knorpels von Oberarmkopf und der Pfanne, die Stabilität der Gelenkkapsel, die durch das Gelenk verlaufende „lange Bizepssehne“  und die Integrität des gelenkseitigen Anteils der Rotatorenmanschette beurteil werden.

Schulter Arthroskopie
Arthroskopie der Schulter

Nach der Analyse des Schultergelenks wird das Arthroskop in den subacromialen Raum unter dem Schulterdach geführt. Durch die seitliche Einführung einer Hochferquenzsonde werden die entzündlichen Teile des Schleimbeutels abgetragen und die in großer Anzahl vorliegenden schmerzvermittelnden Rezeptoren beseitigt.

Als weiterer Bestandteil dieser als „arthroskopisch subacomiale Dekompression“  bezeichneten Operation wird die vordere Unterfläche des Schulterdaches (Acromion) mit der Hochfrequenzsonde freigelegt. Sollte die Bandverbindung zwischen der Schulterhöhe und dem Rabenschnabelfortsatz (Korakoid) zu straff sein und die Rotato­renmanschette einklemmen, dann wird diese ebenfalls gekerbt oder entfernt .

Nachfolgend wird der bogen- oder hakenförmig nach unten ausgezogene, den Raum einengende Rand des Acromions, behutsam mit einer kleinen arthroskopischen acromialen Fräse um wenige Millimeter abgetragen (Acromioplastik). Dann werden Kalknester ausgeräumt, und ggf. Teilrisse der Rotatorenmanschette geglättet. Größere Rotatorenmanschettenrisse werden sowohl arthroskopisch als auch mini-Open mit verschieden Nähte und Fixierungstechniken am Knochen wieder verankert. Recht häufig ist die Ursache des Impingement ein Arthrose (Verschleiß) des Schultereckgelenks (AC-Gelenk). Hier kann man auch im Rahmen der Schulterarthroskopie einen Teil des Schlüsselbeins arthroskopisch resezieren. Diese Operation wird auch als Resektionsarthroplastik bezeich­net. Die Idee dahinter ist, zu vermeiden, dass die Rotatorenmanschette ge­gen Knochen reibt. Das Narbengewebe bildet mit der Zeit eine stabile und bewegliche Verbindung zwischen Schlüsselbein und Acromion aus.

Nachbehandlung nach der Operation

Durch Kryotherapie (Kühlung) nach der Operation werden auftretende Schwellungen gemindert. Ggf. werden auch abschwellende Medikamente gegeben.

Die Schulter wird für 2-3 Tage mit einer Orthese ruhiggestellt, um Wundschmerzen zu reduzieren. Ab dem ersten Tag nach der Operation startet die Krankengymnastik mit einem speziellen Nachbehandlungsplan, damit durch Ruhigstellung keine Verwachsungen der Gelenkkapseln entstehen.

Auch der Einsatz von Motorbewegungsschienen/ CPM-Maschinen kann bei der Nachbehandlung sehr hilfreich sein.

Der Patient muss für die Behandlung nach der OP viel mehr Zeit einplanen als beispielsweise bei Kniegelenken.

 

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